Was der Landwirt schafft

Der dümmste Bauer erntet die dicksten Kartoffeln, Bauer sucht Frau, Massentierhaltung, Agrarfabrik, das Leben ist kein Ponyhof, Landwirtschaftlicher Familienbetrieb:

Es gibt in unseren Köpfen zig unterschiedliche Bilder von Landwirtschaft, und es geht in alle Richtungen, wenn wir über Landwirtschaft nachdenken. Es gibt natürlich kein richtig und kein falsch. Was aber nicht geht ist, dass wir je nach Gemütslage das eine Bild sehen wollen, und an anderer Stelle urteilen wir dann schnell aus anderer Perspektive.

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Gerne malen wir uns Landwirtschaft aus, so wie wir das Bild aus den Kinderbüchern noch kennen. Als Geschäftsmodell für den landwirtschaftlichen Betrieb passt das so aber nicht mehr. Es mag zwar Betriebe geben, die nach außen so auftreten (können), aber das ist die Ausnahme. Wer heute Landwirtschaft betreibt, der muss in erster Linie wirtschaftlich denken und marktgerecht produzieren. Wir können uns den „Weltmarkt“ nicht wegdenken, und es passt nicht für alle Landwirte, dass sie sich eine Selbstvermarktung aufziehen. Schließlich gibt es viele Verbraucher, die sich höhere Preise für Lebensmittel nicht leisten können oder zumindest es sich nicht vorstellen mögen.

Aktuell ist das Image der Landwirtschaft stark strapaziert. Skandale und Diskussion scheinen nicht enden zu wollen (Antibotika-Einsatz, Pferdefleischskandal, artgerechte Tierhaltung, Saatgutverordnung, Diskussion Pflanzenschutz/Bienengesundheit usw.). Und doch ist grundlegend das Image der Landwirtschaft nicht schlecht, wie die die Studie des Deutschen Bauernverbandes (2012) zeigt.

Es gibt mittlerweile einige Ansätze seitens der Landwirtschaft, um zu informieren bzw. in den Dialog zu treten.

Hier eine Initiative des Deutschen Bauernverbandes (http://www.die-deutschen-bauern.de/)

DieDeutschenBauern

Hier eine Initiative der deutschen Schweinehalter (http://bauernhoefe-statt-bauernopfer.de/):

BauerhoefeStattOpfer

Und hier speziell zum Thema Milchvieh – eine brandneue Seite aus Niedersachsen (http://mykuhtube.de)

MyKuhTube

Weitere Adressen:

http://heimische-landwirtschaft.de/

Tag des offenen Bauernhofes in Bayern (http://www.tag-des-offenen-bauernhofes.de)
Oder Landvolk Niedersachsen lädt zur „Tour de Flur“ (http://www.landvolk.net/Termine/2013/05/Tour.php)

Auch in Facebook, Youtube, Twitter und Google+ gibt es viele gute Beispiele und Ansätze, um eine sachliche Kommunikation zwischen Landwirt und Verbraucher zu starten. Der Wille und die Einsicht seitens der Landwirtschaft ist eindeutig da – das ist in den vielen Ansätzen erkennbar. Was jetzt noch fehlt ist das Zusammenspiel der vielen Instrumente, um auch wie ein Orchester auftreten zu können. Vielleicht wäre ja eine Sammlung relevanter Kontakte und Internet-Adressen schon ein erster Schritt um weiter zu kommen? Nicht zu vergessen, es gibt ja auch sehr viele Betriebe, die bereits heute via eigener Homepage ihren Alltag aufzeigen und wichtige Arbeit zur Aufklärung leisten …

Ich freue mich auf jede Anregung und Idee.

Gerold Steinbach

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2 Gedanken zu “Was der Landwirt schafft

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